DL9AH-PA, etwas anders

DL1SXB
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DL9AH-PA, etwas anders

Beitrag von DL1SXB » Fr 19. Mai 2017, 11:58

DL9AH PA etwas anders (Denkanstöße)

Die PA Schaltung vom Arno arbeitet bei mir grundsätzlich problemlos seit 2007. Ich benutze die 160V-Variante.
In dieser Zeit habe ich einige Änderungen getroffen, die ich hier als Denkanstöße anbiete. Man kann sich Gedanken darüber machen.
Es muss jeder für sich entscheiden, was von ihm zu nutzen ist. Es geht um folgende 3 Punkte:

1. Eingangstrafo
2. Schutzschaltung der FETs
3. Befestigung der FETs auf dem Kühlkörper

Zu 3.: Zur Befestigung der FETs auf dem Kühlkörper habe ich auch einige Änderungen vorgenommen. Da das Einschrauben für mich mit den M3- Schrauben nicht so einfach war, habe ich eine Lösung geschaffen, die für mich gut war. Anstelle der M3-Schrauben habe ich eine M3-Gewindestange in 20mm lange Stücke geteilt. (Natürlich Anfang und Ende des Stehbolzens für die M3-Muttern schön gängig - Feile oder M3-Schneideisen).
Danach habe ich ein wenig Presto Haftstahl angerührt und in die M3-Löcher getan. Nun habe ich die Stehbolzen fest eingeschraubt. Das geht, indem man am Ende 2x M3-Muttern aufschraubt und diese gegeneinander kontert. Eine Nacht trocknen lassen. Wichtig ist nun das Entfernen des Haftstahls vom Kühlkörper - abkratzen und den Kühlkörper mit feinem Schmirgelleinen säubern.
FETs mit Wärmeleitpaste auf den Stehbolzen schieben. Dann M5,5 20cm langen Steckschlüssel, Mutter einlegen und FET anschrauben und nicht zu fest anziehen.
Vorteilhaft für das Wechseln der FET ist das Herstellen von Lötpunkten der erforderlichen Gateverbindungen oberhalb der Hauptplatine unterhalb der Kühlkörper.
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(sh. Foto)

Zu1.: Der Eingangsübertrager wurde von mir mit 2 Ringkernen und 25 Ohm Teflonkabel realisiert.
Jeder Ringkern wird mit ca. 10 Windungen 25 Ohm Teflonkabel bewickelt. Der Eingang wird hintereinander geschaltet (50 Ohm) und der Ausgang parallel(12,5 Ohm). Nach Masse sind dann jeweils 6,25 Ohm wirksam.
Dieser Aufbau arbeitet bei mir zufriedenstellend. Auf den oberen Bändern muss allerdings ein Tuner zwischen TRX und FET PA geschaltet werden. Ausserdem besteht die Möglichkeit, einen zusätzlichen Ringkern mit 50 Ohm Kabel zu bewickeln, um von 50 Ohm unsymmetrisch auf 50 Ohm symmetrisch zu kommen.

Zu2.: Ein weiteres Problem trat auf, wenn ein FET durchschlug. In der Folge gaben einige Transistoren auf dieser Seite (Gegentakt) ihren Geist auf, bzw. wurden mit in den Tod gerissen.
Die DL9AH Schutzschaltung arbeitete bei mir nicht sicher.
Um aber ganz sicher zu gehen, wurde bei mir in die Zuführung der Gatespannung eine Diode eingefügt, die die eingestellte Gatespannung zum Gate durchlässt und die 160V bei Durchschlag eines FETs vom Drain zum Gate von den restlichen Transistoren fern hielt.
Jedes Gate erhält eine Diode. Siehe Skizze. -
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Schaltungsauszug



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Re: DL9AH-PA, etwas anders

Beitrag von dl1syb » Mo 12. Feb 2018, 16:27

Hallo Hartmut, recht herzlichen Dank für Deinen Beitrag mit den beschriebenen Änderungen zur Verbesserung der Servicefreundlichkeit und zur Betriebssicherheit mit dem Diodenschutz.
Glücklicherweise hatte ich mit meinem Aufbau bisher noch keinen Halbleiterschaden. Der Betrieb mit 160V scheint grundsätzlich kritisch zu sein.
Ein ganzes Kapitel könnte man den Übertragern an Ein- und Ausgang der PA zu widmen.
Hier besteht jede Menge Möglichkeit für Experimente. Einmal geht es darum bezüglich der Breitbandigkeit zwischen TRX und PA auch ohne zwischengeschaltetes Anpassgerät auszukommen sowie Leistung am Ausgang der PA an die Last auszukoppeln.
In diesem Zusammenhang hier ein Hinweis auf eine interessante Ausarbeitung (leider nur in englischer Sprache geschrieben) von Chris Trask, N7ZWY, " A Tutorial on Transmission Line Transformers". Das Dokument liegt mir bisher leider nur im Papierformat vor.
Chris räumt in seinen Ausführungen u.a. mit einigen verbreiteten Märchen auf.


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Re: DL9AH-PA, etwas anders

Beitrag von DL1SXB » Do 15. Feb 2018, 15:29

Nun der Beitrag zu DL9AH.PA
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Re: DL9AH-PA, etwas anders

Beitrag von DL1SXB » Do 15. Feb 2018, 17:06

So,das erste Mal ist nicht gut gelungen.Dann habe ich einen 2.Versuch.Sonst hast du mir immer helfen können.Sri
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Re: DL9AH-PA, etwas anders

Beitrag von DL1SXB » So 18. Feb 2018, 10:05

Hallo Heiner,
es tut uns allen in der Seele leid, was dir widerfahren ist.Ich hatte dir versprochen,über die neuen
Veränderungen an meiner DL9AH PA zu berichten.Das soll nun geschehen.
Die Ausführung der 2 Platinen für die Gateeinspeisung hat mir nicht mehr gefallen.Zum Einen waren sie direkt
an der Hauptplatine befestigt.Dann waren die bedrahteten Widerstände (0,25 W) sehr unübersichtlich.Da es aber SMD Bauteile (1206) gibt (ebenfalls 0,25 W),beschloss ich,diese 2 Platinen mit SMD teilen auf zu bauen.
Damit sie servicefreundlicher wurden,habe ich sie mit M 3 mm Gewindestangen im Abstand von 50 mm an der Hauptplatine befestigt.Die Schaltung aus dem vorigen Artikel,nun SMD, arbeitet jetzt schon 3 Monate ohne
Probleme.
Noch ein Tipp.
Die IRF 820 streuen in ihren Daten.Um die FETs aus zu messen und anzugleichen,habe ich einen geringen Ruhestrom (Id) eingestellt,um die Sourcespannung über die 3,9 Ohm Widerstände zu messen.Durch wechseln einzelner FETs habe ich diese Sourcespannung angeglichen.
PS.Ich habe mit diesen Beiträgen etwas Chaos angerichtet.Sonst hast du mir dabei helfen können.Beim nächsten Artikel (Forty) bin ich schon besser.Hi.hi
73 und gute Besserung ,Hartmut, DL1SXB



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